Effizientes Testen von Small-Cell-Infrastrukturen
Was sind 5G-Kleinzellen?
Kleinzellen sind Funkzugangsknoten (Radio Access Nodes, RAN), die dort eingesetzt werden, wo die Makrozellenabdeckung unzureichend ist. Sie stellen lokalisierte Mobilfunkkonnektivität zur Erweiterung moderner 5G-Netze bereit. Sie können sowohl in Innenräumen als auch im Freien eingesetzt werden – in dicht besiedelten städtischen Gebieten, auf Firmengeländen, in Industrieanlagen, an Verkehrsknotenpunkten und abgelegenen Orten.
Wo die Nutzerdichte hoch oder die Netzauslastung besonders stark ist, können Kleinzellen die Entfernung zwischen Nutzern und Zugangspunkten verringern, die Kapazität erhöhen und die Performance verbessern. Man spricht in diesem Zusammenhang von Netzverdichtung. Ursprünglich wurde das Konzept durch die Anforderungen öffentlicher Mobilfunknetze motiviert. Inzwischen findet die Kleinzellen-Technik jedoch auch in anderen Bereichen Anwendung. Kleinzellen werden heute in privaten, Unternehmens- und einsatzkritischen 5G-Netzen eingesetzt, um eine vorhersehbare Performance, hohe Zuverlässigkeit und operative Flexibilität sicherzustellen.
Kleine Zellen werden nach ihrer Reichweite unterschieden:
- Femtozellen decken zehn bis dreißig Meter ab
- Picozellen decken bis zu 300 Meter ab
- Mikrozellen decken bis zu 1,5 Kilometer ab
Wo Kleinzellen zum Einsatz kommen, hängt von ihrer Reichweite und dem jeweiligen Anwendungsfall ab. Für räumlich begrenzte Bereiche wie Wohnungen und kleine Büros sind Femtozellen ideal. Für größere Innenbereiche wie Firmengebäude, Krankenhäuser und Einkaufszentren sowie Fabriken und Lagerhallen eignen sich Picozellen besser. Mikrozellen werden in der Regel in dicht besiedelten städtischen Außenbereichen (z. B. an Straßen), in größeren Gebäudekomplexen sowie an Verkehrsknotenpunkten eingesetzt, während für Innenräume häufig auf Picozellen oder verteilte Antennensysteme (DAS) zurückgegriffen wird.
Kleinfunkzellen werden heute oft mit privaten Netzen in Verbindung gebracht. Es handelt sich aber um zwei unterschiedliche Begriffe: Ein „privates Netz“ ist ein Betriebsmodell – der Begriff „Kleinfunkzelle“ dagegen beschreibt die eingesetzte Funktechnik. Moderne Small-Cell-Plattformen können sich hinsichtlich Design und Einsatzkonzept unterscheiden, von herkömmlichen integrierten Architekturen bis hin zu Open RAN-basierten Implementierungen.
Die Kleinzellen-Technik entwickelt sich kontinuierlich weiter, um unterschiedliche Betriebsmodelle und Netzarchitekturen zu unterstützen. Weiterhin tragen neue Formen der Frequenznutzung zu einer steigenden Komplexität von Small-Cell-Tests bei. Rohde & Schwarz bietet umfassende Lösungen, die Ende-zu-Ende-Tests (E2E) der Kleinzellen-Technik ermöglichen – von der Forschung und Entwicklung bis zur Großserienfertigung.