CMX500 für nicht-terrestrische Netze (NTN)

CMX500 für nicht-terrestrische Netze (NTN)

Mit einem Experten sprechen

Testen aller zellularen NTN-Technologien (NR-NTN, NB-NTN und Direct-to-Cell) mit dem CMX500 One-Box-Tester

Der CMX500 ist die vielseitige Lösung zum Testen verschiedener NTN-Technologien wie NR-NTN, NB-NTN und Direct-To-Cell (D2C, DTC) – bequem in einer einzigen Plattform vereint. Er umfasst Multiband- und Multiorbit-Unterstützung sowie einen speziellen NTN-Workspace, der es dem Benutzer ermöglicht, das betriebene Netz und dessen relevante Parameter zu visualisieren.

Rohde & Schwarz bietet ein XLAPI Python-Testfallpaket für den CMX500, das eine Reihe von Starlink LTE-DTC-Testszenarien enthält. Diese Szenarien decken kritische Aspekte ab, wie beispielsweise LTE Attach-Zeit und Erfolgsraten im DTC-Modus, Event A3-Handover, Zellenneuauswahl zwischen Intrafrequenz-LTE-DTC-Zellen und Wiederherstellung nach Radio Link Failure (RLF) bei LTE-DTC-Zellen, um nur einige zu nennen.

CMX500 One-Box-Signalisierungstester
Der CMX500 One-Box-Signalisierungstester erfüllt die speziellen Anforderungen von NTN-Tests.

Kernfunktionen des CMX500 für NTN-Tests

Effektive NTN-Tests erfordern ein umfassendes Konzept, das den komplexen Herausforderungen der satellitengestützten Kommunikation gerecht wird.

Der CMX500 bietet eine breite Funktionspalette für NR-NTN-Tests auf Netzwerk- und Geräteebene:

  • Multiorbit: LEO, MEO, GEO und GSO
  • Multiband: L-Band, S-Band, Ku-Band und Ka-Band
  • Transparente und regenerative Nutzlast
  • Internes HF-Fading und Kanalemulation
  • Callbox mit NTN-Workspace
  • Integrierter TLE-Editor
  • Satellitenkonstellations-Tool
  • Protokolltests mit XLAPI
  • Unterstützung von HF-Messungen: RX BLER, TX Multi Eval
  • Benutzerdefinierte Bänder für die Verbindung zum SAT-Gateway
  • Anwendung für IP-Daten über NR-NTN

Unsere Lösung für NR-NTN-Tests

Mit NR-NTN-Tests sind neue Herausforderungen verbunden, die aus herkömmlichen terrestrischen Netzen nicht bekannt sind. Diese Herausforderungen ergeben sich primär aus völlig anderen Betriebsbedingungen sowie der inhärenten Dynamik satellitengestützter Kommunikation.

Herausforderung Nr. 1: Dynamische Kanalbedingungen und realistische Emulation

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, den Funkkanal so zu emulieren, wie er über Satellit erscheinen würde. NR-NTN- und NB-NTN-Satelliten werden hauptsächlich in niedriger Erdumlaufbahn (LEO) betrieben, da diese geringere Latenzen und höhere Datenübertragungsraten ermöglicht. LEO-Satelliten bewegen sich im Verhältnis zu den Teilnehmergeräten (UE) allerdings mit sehr hoher Geschwindigkeit. Dies führt zu stark veränderlichen Dopplerverschiebungen der Signalfrequenz. Darüber hinaus bedingt die große Entfernung des Satelliten von den Teilnehmergeräten eine Ausbreitungsverzögerung, die ebenfalls mit der Satellitenbewegung variiert. Weiterhin bewirkt die lange Funkstrecke zum Satelliten eine Freiraumdämpfung, die sich auf UE-Seite in einem schlechteren Signal/Stör-Abstand (SINR) niederschlägt.

Der CMX500 bietet eine erweiterte Kanalemulation, mit der sich realistische Testszenarien umsetzen lassen:

  • Multiorbit-Unterstützung einschließlich LEO, MEO, GEO und GSO sowie Inter- und Intra-Orbit-Handovers
  • Multiband-Unterstützung zur Sicherstellung eines zuverlässigen Zugriffs auf die Satelliten-Frequenzbänder – besonders wichtig, da die Frequenzspezifikationen eines Satelliten nicht mehr geändert werden können, sobald er sich in der Umlaufbahn befindet, und die Spektraleffizienz innerhalb des zugewiesenen Spektrums verbessert werden muss
  • Internes 3GPP-HF-Fading und Kanalemulation vereinfachen das Testen unter realistischen Bedingungen und ermöglichen ein kompakteres Gerät
  • Dynamische Dopplerverschiebung für Uplink- und Downlink-Signale
  • Emulation von variabler Ausbreitungsverzögerung und Rundlaufzeit (Round Trip Time, RTT) mit der Möglichkeit zur Bewertung der Auswirkungen von Timing Advance, HARQ-Sendewiederholung und Gesamt-Latenz
  • NTN-spezifische Fading-Profile, die Effekte wie atmosphärische Dämpfung, Regen-Fading und kombiniertes atmosphärisches/terrestrisches Fading berücksichtigen
  • Emulation einer hohen Funkfelddämpfung und eines geringen Signal/Stör-Abstands

Anwendungsfall: Emulationsseite – gNB & 5G-Kernnetz

Typische Kunden in diesem Anwendungsfall sind Satellitenbetreiber, die ihr eigenes Satellitennetz (Satelliten-Gateway und Satellitennutzlast) bereitstellen. Bei diesem Aufbau übernimmt der CMX500 nur die 5G NTN-Backend-Dienste (gNB, 5G-Kernnetz und entsprechende Signalisierungsnachricht), um ein Endgerät mit dem Satellitennetz zu verbinden.

Anwendungsfall: Emulationsseite – Satellitenzugangsnetz (SAN)

In diesem Anwendungsfall entwickeln typische Kunden Chipsätze, Mobiltelefone oder Benutzerterminals. Der CMX500 emuliert die vollständigen Satellitenzugangsknoten einschließlich gNB, 5G-Kernnetz und entsprechender Signalisierungsnachricht, Satelliten-Gateway und Satellitennutzlast.

Herausforderung Nr. 2: Mobilität und Handover

Eine weitere Herausforderung entsteht durch NTN-Satelliten im LEO: Durch die niedrigere Umlaufbahn ist der Abdeckungsbereich kleiner – somit sind mehr Handover erforderlich, um die Dienstkontinuität aufrechtzuerhalten. Je nach geografischer Lage können auch Inter-Orbit-Handover notwendig werden. Darüber hinaus ist die genaue Kenntnis der Positionen und Geschwindigkeiten von Satelliten und Endgeräten (Ephemeridendaten) von entscheidender Bedeutung, um die Verbindung zu managen und Störungen auszugleichen. Bei Langzeit-Testszenarien erweisen sich manuelle Deployments und Handovers als nachteilig, da sie zu Fehlern, Verzögerungen und einem hohen Ressourcenaufwand führen.

Der CMX500 unterstützt Tests für alle Umlaufbahnen und bietet umfassende Mobilitäts- und Handover-Tests:

  • Auto-Deployment- und Auto-Handover-Fähigkeiten für die Aktivierung von Satellitenzellen und Verbindungsübergabe ohne manuellen Eingriff
  • Emulation beweglicher Zellen und Strahlsteuerung
  • Unterstützung komplexer Handover-Szenarien, einschließlich Intra- und Inter-Satelliten-Handover
  • Präzise Ephemeridendaten zur Simulation realistischer Mobilität und Störungskompensation
  • UE-Mobilitätssimulation zur Bewertung der Geräteleistung in verschiedenen Bewegungsszenarien

Innovative Testlösungen für das Ku- und Ka-Band

Entdecken Sie neue Testmethoden für das Ku- und Ka-Band mit einem Roboterarm, der einen realistischen Satellitenvorbeiflug simuliert. In Kombination mit dem CMX500 sind umfassende Tests möglich, einschließlich erweiterter Beamforming-Funktionen.

Herausforderung Nr. 3: Netzwerkarchitektur und Integrationskomplexität

NTN sind als Ergänzung zu terrestrischen Netzen konzipiert und unterstützen Dienste in unversorgten Gebieten. Die entscheidende Herausforderung ist es, ein nahtloses Zusammenspiel, eine fehlerfreie Synchronisation und reibungslose Übergabe der Verbindungen zwischen der NTN- und terrestrischen Infrastruktur sicherzustellen. Bewältigen lässt sich diese Aufgabe nur durch anspruchsvolle Konformitätstests.

Der CMX500 bietet erweiterte Netzemulationsfunktionen und unterstützt Interoperabilitätstests:

  • Emulation von Basisstationen (gNB) und Kernnetzen, um umfassende Ende-zu-Ende-Tests zu ermöglichen
  • Unterstützung der 3GPP NR-NTN-Spezifikationen zum Testen der Protokollstapel-Konformität sowohl der Teilnehmergeräte als auch Netzinfrastruktur
  • Tests auf Integration und Interoperabilität zwischen NTN- und terrestrischen Netzkomponenten, um die Dienstkontinuität sicherzustellen
  • Simulation sowohl transparenter (Bent-Pipe) als auch regenerativer (On-Board-Verarbeitung) Satellitennutzlast-Architekturen zur Optimierung der Netzwerkflexibilität und -widerstandsfähigkeit sowie der Eignung für zukünftige Anforderungen, um Betreibern die Auswahl der richtigen Lösung für ihre speziellen Anwendungsfälle zu ermöglichen
  • Simulation von Bodenstationsnetzwerken zur Bewertung der Auswirkungen von Bodenstationen und Gateways auf die Gesamtsystemleistung

Herausforderung Nr. 4: Messung und Analyse

NTN-Tests bringen auch Herausforderungen im Hinblick auf Messung und Analyse mit sich. Die hohen Geschwindigkeiten von Satelliten, insbesondere in der erdnahen Umlaufbahn, führen zu stark variierenden Dopplerverschiebungen und Ausbreitungsverzögerungen. Diese dynamische Umgebung erschwert die zuverlässige Messung wichtiger Leistungskennzahlen (KPI) wie Durchsatz, Latenz und Signal/Stör-Abstand (SINR). Darüber hinaus führen die unterschiedlichen Umlaufbahnen und heterogenen terrestrischen Bedingungen zu unvorhersehbaren Fading-Profilen. Die Ursachenanalyse bei Performance-Problemen gestaltet sich daher äußerst komplex. Erforderlich sind eine robuste Datenerfassung in Echtzeit sowie leistungsfähige Analysetools, die Netzstörungen präzise mit bestimmten Satellitenpositionen oder UE-Bewegungen korrelieren können.

Der CMX500 bietet erweiterte Messanalysefunktionen:

  • Unterstützung von HF-Messungen sowohl auf Sender- (TX) als auch Empfängerseite (RX) sowie von vielfältigen Messungen wie z. B. RX BLER und TX Multi Eval
  • Konfiguration bestimmter Frequenzbänder für die Kommunikation mit einem SAT-Gateway gemäß Faktoren wie Signalqualität, Bandbreitenanforderungen, gesetzlichen Vorgaben oder speziellen Anwendungen
  • Unterstützung für die Verbindung mit einem IP-basierten Backend-Dienst wie dem Internet oder einem Firmennetzwerk, um Tests von IP-basierten Anwendungen wie Video-Streaming, Videoanrufen, XR und Gaming zu ermöglichen

Herausforderung Nr. 5: Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit

Die Simulation der dynamischen Elemente erfordert intuitive Tools, mit denen sich diese komplexen Parameter visualisieren und verwalten lassen, ohne den Benutzer zu überfordern. Weiterhin müssen unterschiedliche Satellitenkonstellationen definiert, modifiziert und integriert sowie eine große Zahl von UE-Positionen simuliert werden können. Hierfür sind hochanpassbare und automatisierte Testumgebungen notwendig.

Zahlreiche innovative Funktionen sorgen für eine intuitive Bedienung des CMX500:

  • Intuitive, webbasierte Benutzeroberfläche, die das betriebene Netz und relevante Parameter wie Verzögerung, Elevation und Dopplereffekt visualisiert
  • Integrierter TLE-Editor, mit dem Sie Ihre eigenen Konstellationen über die WebGUI definieren und hinzufügen können
  • Constellation Insight Tool, das UE-Standortinformationen mit den Konstellationskonfigurationsdaten kombiniert, um ein simuliertes Netz zu starten
  • Protokolltests mit XLAPI verifizieren, ob Teilnehmergeräte (UE) mit dem 5G-Kernnetz kommunizieren können. AI ScriptAssist unterstützt die Erstellung und Anpassung von XLAPI-Python-Skripten mit einer kuratierten Wissensdatenbank und verschiedenen Schnittstellen. Der Anwender profitiert von effizienteren Tests und einer deutlich vereinfachten Skriptentwicklung.
NR-NTN testing - connectivity redefined

NR-NTN-Tests – Konnektivität neu definiert

Lernen Sie unser neues Tool kennen: Constellation Insight vereinfacht in Verbindung mit dem CMX500 One-Box-Tester die Konfiguration und Inbetriebnahme nicht-terrestrischer Netze.

CMX500: Der One-Box-Signalisierungstester

Hauptmerkmale

  • LTE, 5G-FR1-Frequenzbereich bis 8 GHz und FR2-Millimeterwellen-Frequenzbereich bis 50 GHz in einem Gerät
  • Multiband- und Multiorbit-Tests für LEO, MEO, GEO und GSO sowie für L-Band, S-Band, Ku-Band und Ka-Band
  • Internes HF-Fading und Kanalemulation für Performance-Tests unter realistischen Bedingungen
  • Eine skalierbare Hardware-Plattform mit maßgeschneiderten und für den jeweiligen Anwendungsfall spezifischen Konfigurationen
  • Auto-Deployment und Auto-Handover für langfristige Emulation

Lösungen für nicht-terrestrische Netze (NTN)

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