1970 starteten die ersten 31 Lehrlinge ihre Ausbildung zum Feinmechaniker und Werkzeugmacher.
1970 starteten die ersten 31 Lehrlinge ihre Ausbildung zum Feinmechaniker und Werkzeugmacher.

18.07.2020

Werk Teisnach feiert 50 Jahre Ausbildung

Seit 50 Jahren werden im Werk Teisnach des Technologiekonzerns Rohde & Schwarz junge Menschen zu Facharbeitern ausgebildet. Damals wie heute spielt die praktische Arbeit eine große Rolle. Doch nicht nur deshalb genießt die Ausbildung im Teisnacher Werk einen hohen Stellenwert in der gesamten Region.

Es war 1969, als in Teisnach ein neues Rohde & Schwarz-Werk entstand. Nur ein Jahr später, am 1. September 1970, traten die ersten 31 jungen Männer ihre Lehre an. Sie wurden zu Feinmechanikern und Werkzeugmachern ausgebildet.

Seither hat sich viel getan. Aus den beiden Berufen sind zehn geworden. Das sind Oberflächenbeschichter, IT-Systemelektroniker, Elektroniker, Industriemechaniker, Fachinformatiker, Verfahrensmechaniker Beschichtung, Verfahrensmechaniker Kunststoff und Kautschuk, Medientechnologe, Fachkraft für Lagerlogistik und Industriekaufleute. 1100 junge Menschen haben mittlerweile ihre Ausbildung abgeschlossen, viele von ihnen mit Bestnoten. Zudem starten pro Jahr durchschnittlich zwölf Studenten ein duales Studium. Sie können Elektrotechnik, angewandte Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen oder Maschinenbau studieren. Und nicht zuletzt stehen jährlich mehr als 120 Praktikumsplätze für Schüler aus der Umgebung zur Verfügung.

Den Nachwuchs selbst qualifizieren

Im Rohde & Schwarz-Werk sind die Ausbildungsaktivitäten nicht mehr wegzudenken. „Wir brauchen Fachkräfte und Spezialisten, die sich voll mit unserem Betrieb identifizieren und sehr flexibel sind“, erklärt Alexander Glasl, der seit 2008 für die Ausbildung in Teisnach verantwortlich ist. „Deshalb steht es für uns außer Frage, dass wir unseren Nachwuchs selbst qualifizieren.“

Hohen Stellenwert nimmt die fertigungsnahe Ausbildung ein. Bereits ab den 1970-er Jahren wurden die Azubis in die Produktion eingebunden. Damals übernahmen sie, ähnlich wie ein Facharbeiter, die Verantwortung für die Planung, Steuerung und Fertigung von Einzelteilen.

Heute wird die fertigungsnahe Ausbildung komplexer gehandhabt. Die Azubis sind zusätzlich für komplette Projekte verantwortlich, beispielsweise die Entwicklung eines automatisierten Vorgangs in der Messtechnik mithilfe von Robotern. Möglich wird das durch die vielen unterschiedlichen Berufsgruppen und die große Fertigungstiefe im Werk.

Für die nächsten Ausbildungsjahre bestens gerüstet: Das neue Ausbildungszentrum mit modernen Maschinen und Schulungsraum (Foto von Oktober 2019).
Für die nächsten Ausbildungsjahre bestens gerüstet: Das neue Ausbildungszentrum mit modernen Maschinen und Schulungsraum (Foto von Oktober 2019).

Einen Schritt voraus sein

Für die nächsten Ausbildungsjahre ist Teisnach bestens gerüstet. Ein neues Ausbildungszentrum, moderne Maschinen, etwa in der Dreh- und Frästechnik, sowie hervorragende Bedingungen für die Elektronikausbildung sind Garant für anhaltende Ausbildungserfolge. „Wir haben heute einen Bewerbermarkt und müssen den jungen Leuten etwas bieten“, weiß Glasl. „Entsprechend richten wir unsere Ausbildung am Markt aus und versuchen, immer ein Schritt weiter zu sein, als wir das müssten.“ (mm)

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