Tests von Mischern und Frequenzumsetzern

Tests von Mischern und Frequenzumsetzern

Mit einem Experten sprechen

Die Bedeutung von HF-Mischern und Frequenzumsetzern

Das Testen von Mischern und Frequenzumsetzern ist bei der Validierung der HF-Systemleistung entscheidend, insbesondere im Millimeterwellenbereich. Erst eine präzise Charakterisierung stellt optimierte Signalqualität und Effizienz sicher. Rohde & Schwarz bietet fortschrittliche Lösungen für präzise, zuverlässige Messungen und eine umfassende Charakterisierung von Mischern und Frequenzumsetzern an.

Hochfrequenzmischer und Frequenzumsetzer sind grundlegende Komponenten von HF- und Millimeterwellensystemen. Diese aktiven Komponenten ermöglichen die Frequenzumsetzung, indem sie Signale von einem Frequenzband in ein anderes verschieben. Da sie die Gesamtsignalqualität wesentlich beeinflussen, ist eine gründliche Prüfung entscheidend.

Obwohl die Begriffe „Mischer“ und „Umsetzer“ oft austauschbar verwendet werden, gibt es einige wichtige Unterschiede:

Was sind HF-Mischer?

HF-Mischer sind nichtlineare Komponenten, die zwei Eingangssignale – das HF-Signal und ein Lokaloszillatorsignal (LO) – miteinander multiplizieren, um eine Summen- und eine Differenzfrequenz zu erzeugen. Mischer verstärken also das Signal nicht, sondern setzen seine Frequenz um. Sie werden üblicherweise zur Aufwärtsumsetzung (ZF auf HF) oder Abwärtsumsetzung (HF auf ZF) verwendet und dienen oft als Schlüsselkomponenten von Frequenzumsetzern.

Was sind Frequenzumsetzer?

Ein Umsetzer setzt sich aus einem Mischer sowie Hilfsschaltungen (Verstärker, Filter) zusammen, um die Signalfrequenzen effizient und genau umzusetzen. Dieses System verwendet den Mischer, um ein Signal von einem Frequenzband in ein anderes zu verschieben.

  • HF-Abwärtsumsetzung: Hier wird ein Signal mit einer höheren Frequenz (HF-Signal) zur leichteren Verarbeitung zu einer niedrigeren Frequenz verschoben.
  • HF-Aufwärtsumsetzung: Hierbei wird ein Signal mit einer niedrigeren Frequenz zur Übertragung zu einer höheren Frequenz (HF) verschoben.

Tests von Mischern und Frequenzumsetzern: Herausforderungen für Sie

Moderne Kommunikationssysteme setzen immer höhere Frequenzen ein. Die direkte Erzeugung von HF-Signalen ist oft nicht möglich, weshalb Mischer eingesetzt werden, um die Zielfrequenzen zu erreichen.

Als aktive Komponenten weisen Mischer verschiedene unerwünschte Effekte auf, die für die jeweilige Zielanwendung untersucht und minimiert werden müssen, da sie die Systemleistung stark beeinflussen.

Die Charakterisierung der Performance von Mischern und Umsetzern in HF-Systemen ist zum umfassenden Verständnis des Verhaltens dieser Komponenten und der Auswirkungen auf die Gesamtsystemleistung unerlässlich. Dieser Prozess involviert die Messung der Antwort unter verschiedenen Betriebsbedingungen und mit verschiedenen Eingangssignalen. Eine detaillierte Analyse gibt Aufschluss über Leistungseinschränkungen, hilft bei der Designoptimierung und bei der Vorhersage, wie das Gerät auf verschiedene Systemanforderungen reagiert.

Bei Mischern sind die folgenden kritischen Designparameter zu berücksichtigen:

  • Nichtlinearität ist die zentrale Herausforderung. Mischer sind absichtlich so ausgelegt, dass sie nichtlinear arbeiten, um Summen- und Differenzfrequenzen aus den Eingangssignalen zu generieren. Dieselbe Nichtlinearität führt aber auch zu unerwünschten Oberschwingungen und Intermodulationsprodukten. Diese beeinträchtigen wiederum die Signalqualität und führen zu Interferenzen.
  • Die Umsetzdämpfung ist ein wichtiger Parameter beim Testen von HF-Mischern. Dieser Parameter beschreibt die mehrdimensionale Beziehung zwischen Verstärkung oder Verlusten in Abhängigkeit von der Eingangsleistung sowohl der ZF- als auch LO-Signale sowie deren Frequenzen.
  • Die Isolation misst das Ausmaß an unerwünschtem Übersprechen zwischen den drei wichtigen Signalfrequenzen HF, LO und ZF. Im Idealfall ist das Übersprechen zwischen diesen Frequenzen auf ein Minimum beschränkt. Die Isolation wird üblicherweise zwischen den LO-zu-HF- oder LO-zu-ZF-Ports gemessen. Ein hoher Isolationswert ist unerlässlich, um unerwünschte Interferenzsignale zu verhindern. Dieser Parameter ist sowohl beim Testen von Mischern als auch bei der Auswahl von Mischern für das Systemdesign aufgrund der Auswirkung auf das Gesamtsystem wichtig.
  • Rauschzahl (NF): Diese quantifiziert das Ausmaß an unerwünschtem Rauschen, das von einem HF-Mischer während des Frequenzumsetzungsprozesses erzeugt wird. Da Mischer aktive Komponenten sind, erzeugen sie zwangsläufig Rauschen, und eine niedrigere Rauschzahl bedeutet bessere Leistung.
  • Phasenübertragung oder Gruppenlaufzeit: Diese beschreibt die Phasenbeziehung zwischen dem HF- und dem ZF-Signal, die besonders bei Beamforming-Anwendungen und phasengesteuerten Antennenarrays wichtig ist. Die Gruppenlaufzeit untersucht die Inband-Phasenlinearität des Signals. Die Einhaltung der Phasenlinearität ist bei digital modulierten Systemen unerlässlich, da somit niedrige EVM-Werte, reduzierte Bitfehlerraten und ein gutes Rauschleistungsverhältnis (NPR) bei minimaler Intermodulation erzielt werden können.

Unsere hochmodernen Lösungen zur Performance-Verifizierung von Mischern

Rohde & Schwarz ist Ihr verlässlicher Partner für die umfassende Verifizierung der Mischer-Performance mit hochmodernen Testlösungen.

Ein Vektornetzwerkanalysator wie etwa der Analysator R&S®ZNA ist für eine umfassende Validierung von Mischern die ideale Wahl. Er unterstützt eine breite Palette von Messungen und fungiert somit als Universaltestsystem für Mischer. Mit seinen mehreren LOs und Quellen mit Phasensteuerung kann der Analysator weit mehr, als nur genaue S-Parameter zu messen:

  • 2. Quelle für höhere Geschwindigkeit und für Messungen mit LO-Sweep
  • 3. und 4. LO für Intermodulation an Mischern und Umsetzern mit Mehrstufentopologien
  • Umsetzdämpfung, Isolation, Verzerrung und Nichtlinearität
  • Absolute und relative Gruppenlaufzeit
  • Unterstützung für Mischer mit und ohne LO-Zugriff
  • Erweiterte Kalibrierverfahren für Leistung und Phase dank des Phasenreferenz-Kammgenerators R&S ZN-ZCG. Dies macht den herkömmlichen Einsatz eines Referenzmischers überflüssig.

Verwandte Produkte für Tests von HF-Mischern

R&S®ZNA Vektornetzwerkanalysatoren

Die R&S®ZNA Vektornetzwerkanalysatoren bilden die High-End-Serie des VNA-Portfolios von Rohde & Schwarz: herausragende HF-Performance in Kombination mit einer breiten Palette an Software- und Hardwarefunktionen und einem einzigartigen Hardwarekonzept.

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R&S®ZNB3000 Vektornetzwerkanalysator

Bei der Massenproduktion und effizienten Validierung von HF-Komponenten, wo hohe Stückzahlen und kurze Anlaufzeiten gefragt sind, glänzt der R&S®ZNB3000 mit hohen Durchsatzraten.

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R&S®ZN-ZCG Kammgenerator

Der Kammgenerator wurde für die präzise Phasenkalibrierung des R&S®ZNA Vektornetzwerkanalysators entwickelt. Er bietet ein phasencharakterisiertes Spektrum für Frequenzharmonische, das als Referenzsignal für die Phasenkalibrierung dient.

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R&S®NGM200 Netzgerät

Die DC-Netzgeräte der R&S®NGM200 Serie bieten hohe Genauigkeit und kurze Lastausregelzeiten. Durch die Zwei-Quadranten-Architektur können diese DC-Netzgeräte sowohl als Quelle als auch als Senke fungieren.

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Ihre Vorteile mit Testlösungen von Rohde & Schwarz für Mischer und Frequenzumsetzer

Der R&S®ZNA bildet als Kernstück eines Mischer-Testsystems eine bewährte Lösung, die speziell für anspruchsvolle Mischertests konzipiert und gebaut wurde. Er verfügt über verschiedene Funktionen, die direkte Vorteile für rasche und genaue Mischermessungen bieten:

  • Alle relevanten HF-Messungen mit einem einzigen Anschluss des R&S®ZNA Vektornetzwerkanalysators
  • Maximale Flexibilität und Geschwindigkeit bei Mischertests dank der bis zu 4 internen Quellen des R&S®ZNA
  • Flexible Phasensteuerung der Quellen des R&S®ZNA zur Unterstützung von skalaren und Vektormessungen
  • Erweiterte Kalibrierroutinen im R&S®ZNA, einschließlich des Einsatzes eines Kammgenerators, für genaue und absolute Phaseninformationen des Mischers über verschiedene Frequenzen hinweg
  • Schnellere und vereinfachte Mischermessungen ohne einen Referenzmischer dank der erweiterten Kalibrierung
  • Einzigartiges Verfahren für Phasen- und Gruppenlaufzeitmessungen an Umsetzern ohne LO-Zugriff
  • Ausgezeichnete Rauschzahl-Messmöglichkeiten bis unter 1 dB mithilfe des internen Vorverstärkers des R&S®ZNA

Haben Sie noch Fragen zum Testen von HF-Mischern und Frequenzumsetzern?

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