Sicheres Arbeiten Zuhause II | Home Office Security, Bildschirme & andere Arbeitsmittel schützen

Sicheres Arbeiten Zuhause II | Home Office Security, Bildschirme & andere Arbeitsmittel schützen

Mitarbeiter, Familienmitglieder und Mitbewohner: Derzeit sind in vielen Haushalten mehrere Personen dauerhaft zusammen. Die IT-Sicherheit sollte jedoch vor allem bei der Telearbeit beachtet werden. Der Firmenlaptop als Familien-Computer? Schnell mal Fotos von den „Kollegen“ (den Kindern) in den Social-Media-Kanälen hochladen? Wir haben die wichtigsten Aspekte der Home Office Security zusammengefasst.

Behandeln Sie Ihren Laptop, Ihr mobiles Endgerät (Firmenhandy) und Unternehmensdaten so, als ob Sie an Ihrem physischen Bürostandort sitzen würden. So lassen sich die meisten Regeln für sicheres Arbeiten aus dem Home Office zusammenfassen.

Es hilft, sich bei individuellen Fragen gedanklich an den Bürostandort zu versetzen. Stellen Sie sich also vor, Ihr Kind/ Ihre Kinder, Ihr Partner, Ihr Mitbewohner würden Sie im Büro besuchen. Stellen Sie sich dabei folgende Frage: Würden Sie vor Ort erlauben, würden die Unternehmensrichtlinien erlauben, dass sie diese an Ihren Arbeitsrechner lassen – bei vollem Zugriff auf sämtliche Daten und das Internet?

Wichtig: Betrachten Sie Laptops, Firmenhandys und andere Arbeitsmittel wie Dateien und interne Ressourcen unabhängig von Ihrem eigenen Standort als das, was sie sind: reine Arbeitsmittel. Sensible Unternehmensdaten bleiben sensibel – unabhängig von Ihrem individuellen Aufenthaltsort, und ein kontrollierter Zugang zu Endgeräten ist immer einzuhalten. Wenn Sie Ihre Arbeit beginnen, achten Sie darauf, dass der Bildschirm nicht einsehbar ist. Wenn Sie Ihre Arbeit unterbrechen, aktivieren Sie immer die Bildschirmsperre. So helfen Sie, auch Zuhause datenbewusst und im Sinne der Unternehmenssicherheit zu handeln.

Oder, wie es das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) formuliert: „Stellen Sie sicher, dass Unbefugte keinen Einblick in Ihre Daten haben“.

Wenn wir alle im Home Office sind, kann ich dann Bilder von meinem Kind veröffentlichen? Das tun doch gerade alle.

Soziale Medien bilden nur eine weitere Möglichkeit, zwischenmenschlicher Kommunikation. Menschen sind soziale Wesen und sie interessieren sich für andere Menschen. Und Eltern interessieren sich, meistens jedenfalls, für ihre Kinder. Dass sie Fotos von ihrem Nachwuchs veröffentlichen möchten, ist verständlich. In Zeiten des Lockdown beobachten wir vermehrt, dass sehr viele Menschen Fotos ihrer Kinder am Home Office Schreibtisch in sozialen Medien veröffentlichen – und zwar nicht nur auf Facebook und Instagram, sondern auch auf B2B-Marketingplattformen wie LinkedIn oder auf Twitter.

Bevor Sie jetzt denken: Wenn es alle tun, dann darf ich auch Kinderfotos hochladen, möchten wir Ihnen einige Hintergrundinformationen dazu geben.

1. Durch das Veröffentlichen der Fotos Ihrer Kinder entsteht eine Art elektronische Spur, wie ein digitaler Abdruck, der eine digitale Identität formt und über deren Distribution jegliche Kontrolle mit Veröffentlichung abgeben.

Personen können Screenshots und Kopien der Fotos anfertigen, sie abspeichern und anderweitig verwenden, ohne dass Sie davon Kenntnis erlangen oder Einfluss darauf nehmen könnten. Und schließlich enthalten all Ihre Veröffentlichungen in sozialen Medien Informationen, die für Werbetreibende und Datensammler wertvoll sind; wenn Sie ein Foto von einem Kind einstellen, werden Sie als jemand identifiziert, der sich beispielsweise für Babyprodukte interessieren könnte.

2. Und: Gelöschte Beiträge sind zwar offensichtlich nicht mehr in Ihrem Social Media-Profil enthalten, aber sie können auf den Websites des Internet-Archive und auf den Social Media-Servern weiterbestehen, denn „Das Internet vergisst nicht“.

Einmal geteilte Daten können durch die Suchalgorithmen von großen Suchmaschinen auf Jahre hinaus aufgedeckt werden. Die Folgen davon sind heute unabsehbar – und ungleich sensibler zu betrachten, wenn sie Dritte (Kinder) betreffen.

3. Zudem gibt es das Phänomen der „digitalen Entführung“. Fotos Fremder werden aus sozialen Medien entwendet und mit neuen Namen und Identitäten versehen, wobei häufig behauptet wird, das Kind auf den Bildern sei das eigene.

4. Es gibt außerdem Personengruppen, die Kinderbilder aus sozialen Medien für sogenannte „Baby-Rollenspiele“ verwenden. Unter den Hashtags #KidRP, #AdoptionRP und #BabyRP finden sich eigens erstellte Konten, die mit gestohlenen Kinderfotos falsche Angaben zu den Identitäten der Abgebildeten enthalten und teilweise über explizite Bildunterschriften und Kommentare verfügen.

Zusammengefasst und stark vereinfacht formuliert: Ihre Social-Media-Postings mit den Fotos Ihrer Kinder am Heimarbeitsplatz könnten die Aufmerksamkeit von Personen zweifelhaften Interesses auf sich ziehen.

Bedenken Sie, dass Ihre Social-Media-Beiträge aus dem Home Office oft nur kleine Indikatoren liefern können, die den Menschen helfen können, zu erkennen, wo Sie leben.

Postings mit Informationen wie Standortkennzeichnungen und Orientierungspunkten geben sowohl Fremden als auch bekannten, aber möglicherweise zweifelhaften Personengruppen die Möglichkeit, Sie, Ihre Kinder und andere Familienmitglieder zu lokalisieren.

Das BSI bietet übrigens auch „Informationen für Bürger“ sowie eine Service-Telefonnummer, unter der Privatpersonen konkrete Fragen rund um das Thema IT-Sicherheit stellen können. Themenschwerpunkte sind derzeit „Sicher digital lernen“ oder „Videotelefonie leichtgemacht“.

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