Messung von Standby-Leistungsaufnahme und Energieeffizienz
Leistungen über 20 W lassen sich in der Regel präzise messen. Kleine Leistungen können dagegen Schwierigkeiten bereiten. Diese Application Note beschreibt typische Fallstricke und erklärt, wie sie sich vermeiden lassen.
Die Reserven fossiler Brennstoffe werden immer knapper, gleichzeitig steigen die Energiekosten. Verbraucher messen dem Energieverbrauch bei Kaufentscheidungen immer größere Bedeutung bei. Großes Einsparpotenzial bietet etwa der Standby-Betrieb elektronischer Geräte, bei dem weiterhin Strom aus dem Netz gezogen wird. Jedes einzelne Gerät benötigt zwar nur wenige Watt, in der Summe ist der Energieverbrauch aber erheblich.
Seit einigen Jahren versuchen Hersteller, die Leistungsaufnahme nicht nur im normalen Betrieb, sondern auch im Standby-Modus zu optimieren. Vorgaben wie Energy Star und EuP (energiebetriebene Produkte, Richtlinie 2005/32/EU in Verbindung mit Verordnung 1275/2008) sowie Normen wie IEC 62301:2011 oder EN 50564:2011 legen die maximal zulässige Leistungsaufnahme und den zugehörigen Messaufbau fest.