DVB-T2

DVB-T2

DVB-T2 ist ein digitales terrestrisches Rundfunksystem, das vom DVB-Projekt entwickelt wurde. Es führt die neuesten Modulations- und Codierungsverfahren ein, um eine hocheffiziente Nutzung des kostbaren terrestrischen Spektrums zur Bereitstellung von Audio-, Video- und Datensignalen für stationäre, tragbare und mobile Geräte zu ermöglichen.

DVB-T2 setzt OFDM-Modulation ein, wobei eine große Anzahl von Subträgern ein robustes Signal liefert. Wie auch DVB-T bietet DVB-T2 eine Reihe verschiedener Modi, die es zu einem äußerst flexiblen Standard machen. Zur Fehlerkorrektur verwendet DVB-T2 die gleiche Codierung, die auch für DVB-S2 ausgewählt wurde. Die Kombination von Low-Density-Parity-Check-Codes (LDPC) und Bose-Chaudhuri-Hocquengham-Codes (BCH) erweist sich in Umgebungen mit hohen Rauschpegeln und Interferenzen als höchst leistungsfähig und liefert ein äußerst robustes Signal.

Im Hinblick auf Eigenschaften wie die Anzahl der Träger, die Schutzintervallgröße und Pilotsignale sind mehrere Optionen verfügbar. Der Overhead für einen gewünschten Übertragungskanal kann daher minimiert werden. Eine neue Technik, „Rotated Constellations“ – gedrehte Konstellationen – genannt, bietet in schwierigen Kanälen eine deutlich höhere Robustheit. Es steht ein Mechanismus für die separate Anpassung der Robustheit jedes bereitgestellten Dienstes innerhalb eines Kanales zur Verfügung, um die benötigten Empfangsbedingungen zu gewährleisten (z. B. Innenantenne/Dachantenne). Der gleiche Mechanismus ermöglicht eine bedarfsgerecht zugeschnittene Übertragung, um es einem Empfänger zu ermöglichen, durch Decodierung nur eines einzigen Programms anstatt des gesamten Programm-Multiplexes Energie zu sparen.

Wichtige Eigenschaften von DVB-T2

  • Gegenüber DVB-T eine um mindestens 30-50 % höhere Übertragungskapazität und verbesserte SFN-Performance
  • Service-spezifische Übertragungsrobustheit
  • Programmausstrahlung an mobile und stationäre Empfänger
  • Weitgehende Weiterverwendung der DVB-T-Infrastruktur
  • Reduzierung des Verhältnisses von Spitzenleistung zu Durchschnittsleistung und somit der senderseitigen Betriebskosten

Verbesserungen durch DVB-T2

  • OFDM-Modulation mit zusätzlichen IFFT-Modi
  • Effizienter Fehlerschutz durch LDPC-Codierung
  • Übertragung und Integration des Baseband-Frame-Konzepts von DVB-S2
  • Q-verzögerte gedrehte Konstellationen
  • MISO-Übertragung
  • Verringerter Crestfaktor
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