HD-Radio

Mit HD-Radio (auch als In-band-on-channel [IBOC] bekannt) wird der analoge Rundfunk im VHF-Band II (87,5 MHz und 108,0 MHz) nach und nach durch digitalen Rundfunk ersetzt. Es ermöglicht es den Sendern, in der Anfangsphase digitale Inhalte auszustrahlen, während das herkömmliche analoge Signal ohne merkliche Störungen noch beibehalten wird. Die Umstellung von analogem auf digitalen Rundfunk wird in drei getrennten Stufen vollzogen, die sich im Wesentlichen im Hinblick auf die Nutzung des Frequenzbereichs unterscheiden:

  • Hybrider Modus mit analoger und digitaler Übertragung
  • Erweiterter hybrider Modus mit analoger und erweiterter digitaler Übertragung
  • Vollständig digitaler Modus

HD-Radio bietet nicht nur eine bessere Tonqualität (CD-Qualität) und anwendungsbezogene Daten (z. B. Informationen über Titel, Künstler usw.), sondern auch die Fähigkeit, zusätzliche Audiokanäle und Daten programmunabhängiger Dienste (z. B. Wetter-, Verkehrsmeldungen usw.) zu senden.

Die neuen digitalen Informationen in den Seitenbändern werden mit dem orthogonalen Frequenzmultiplexverfahren (OFDM) übertragen. Die OFDM-Subträger in den Seitenbändern werden kombiniert, um Frequenzgruppen zu bilden, die als Frequenzpartitionen bezeichnet werden. Jede davon besteht aus 18 Daten-Subträgern und einem Referenz-Subträger. Darüber hinaus sind weitere Referenz-Subträger über die Seitenbänder verteilt. Jedes Seitenband deckt 69,4 kHz und 10 Frequenzgruppen ab. Im erweiterten Modus wird das analoge Signal um drei zusätzliche Bänder erweitert. Die Gesamtleistung in den beiden Seitenbändern liegt 20 dB unter der Leistung des analogen Trägers.

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