Es ist äußerst wichtig, den Trigger ordnungsgemäß einzustellen. Eine fehlerhafte Triggerkonfiguration ist ein weit verbreitetes Problem bei der Nutzung von Oszilloskopen. Es gibt viele unterschiedliche Triggerarten. Moderne Oszilloskope können auf Merkmale wie Pulsbreiten, Zwergimpulse oder Störspitzen triggern. Die gängigste Triggerart ist der Flankentrigger.
Der Flankentrigger löst aus, wenn der Schwellenwert einer definierten Spannung entweder auf der ansteigenden Flanke oder der abfallenden Flanke einer Wellenform über- oder unterschritten wird.
Neben den unterschiedlichen Triggerarten existieren auch zahlreiche Triggermodi. Mit dem Triggermodus wird festgelegt, wie sich das Messgerät verhält, wenn kein Trigger auslöst. Wir unterscheiden hier zwischen Auto- und Normalmodus.
Im Automodus triggert das Oszilloskop wiederholt nach einem Zeitintervall, falls die Triggerbedingungen nicht erfüllt sind. Falls ein echter Trigger auslöst, bekommt dieser Vorrang. Dieser Modus ist hilfreich, um die Wellenform zu betrachten, noch bevor der Trigger konfiguriert ist. Die Wellenform am Schirm ist nicht synchronisiert und bei nachfolgenden Wellenformen wird nicht auf denselben Punkt der Wellenform getriggert.
Im Normalmodus erfasst das Messgerät eine normale Wellenform nur dann, wenn ein Trigger auslöst, d. h. wenn alle Triggerbedingungen erfüllt sind. Falls kein Trigger auslöst, wird keine Wellenform erfasst und die zuletzt erfasste Wellenform wird dargestellt. Falls zuvor keine Wellenform aufgezeichnet wurde, wird nichts angezeigt.