MNT in Africa

25.02.2021

Hello Africa!

Dank Mobilfunk haben immer mehr Afrikanerinnen und Afrikaner auch in entlegenen Regionen des Kontinents Zugang zu Menschen, Märkten und Informationen. Mit Messungen trägt Rohde & Schwarz dazu bei, die Netze in 21 afrikanischen Ländern weiter zu verbessern.

„Afrika ist ein schlafender Riese, gerade dabei zu erwachen.“ So beschrieb der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan vor einigen Jahren seinen Heimatkontinent. Vorstellbar ist, dass der Riese vom Klingeln eines Handys geweckt wurde. Denn nichts hat das Leben der Menschen auf dem Kontinent in den letzten zehn Jahren wohl mehr verändert als der Mobilfunk. Um die Netze zu optimieren, setzt der in Südafrika beheimatete multinationale Mobilfunkbetreiber MTN Group auf Technologie und Know-how von Rohde & Schwarz.

Rund 1,3 Milliarden Menschen leben heute in Afrika, bis zum Jahr 2050 wird sich die Bevölkerung auf geschätzt 2,5 Milliarden fast verdoppeln. Das Durchschnittsalter liegt bei 19 Jahren. Mit mehr als 2000 Sprachen und Dialekten sowie 54 Nationen ist Afrika ein enorm vielfältiger, aber auch sehr widersprüchlicher Kontinent. Die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Strom, aber nahezu eine Milliarde Afrikanerinnen und Afrikaner nutzen Mobiltelefone. Kenias Technologieszene, bekannt als Silicon Savannah, gilt in Afrika als Wiege der Innovation. Gleichzeitig hüten die Massai Ziegen und leben in Lehmhütten – und besitzen oftmals ein Handy.

Kenias Technologieszene, bekannt als Silicon Savannah, gilt in Afrika als Wiege der Innovation. Gleichzeitig hüten die Massai Ziegen und leben in Lehmhütten – und besitzen oftmals ein Handy.
Kenias Technologieszene, bekannt als Silicon Savannah, gilt in Afrika als Wiege der Innovation. Gleichzeitig hüten die Massai Ziegen und leben in Lehmhütten – und besitzen oftmals ein Handy.

Entwicklungsmotor Mobiltelefon

Afrika ist der am schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt der Welt. Bei schlechter Stromversorgung kommen die Menschen über Generatoren ins Mobilfunknetz. Gerade in abgelegenen Regionen ist das Handy oft einziger Zugang zu Informationen, Bildung, Politik, Finanzdienstleistungen und Gesundheitsversorgung. Studien zufolge sind die mobilen Endgeräte sogar ein wesentlicher Motor auf dem Weg hin zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

Mobiltelefone überbrücken mangelhafte Infrastrukturen wie schlechte Straßen oder fehlende ärztliche Versorgung und helfen so auch im Kampf gegen die Armut. In abgelegenen und armen Regionen ist beispielsweise die Kinder- und Müttersterblichkeitsrate gesunken. Dazu beigetragen haben nicht zuletzt Apps, die medizinische Aufklärung bieten oder bei der Identifizierung von gefälschten Medikamenten helfen.

Mobiles Bezahlen ist heute etwa in Kenia weiter verbreitet als in Deutschland. Das Bezahlsystem M-Pesa gibt es bereits seit 2007 – und damit länger als etwa Apple Pay.
Mobiles Bezahlen ist heute etwa in Kenia weiter verbreitet als in Deutschland. Das Bezahlsystem M-Pesa gibt es bereits seit 2007 – und damit länger als etwa Apple Pay.

Bocksprung in die digitale Zukunft

Apps mobilisieren Afrika, sie erleichtern die medizinische Versorgung, ermöglichen Beratung für Landwirtschaft oder Verkehr. Selbst aktiv werden lautet dabei die Devise. So können Nutzer mit dem kenianischen Dienst M-Pesa bargeldlos bezahlen, ohne ein Bankkonto besitzen zu müssen. Diverse Apps wie Farmerline oder WeFarm unterstützen Landwirte und Fischzüchter, Afriscout zeigt Hirten den Weg zu guten Weidegebieten, der Lieferservice Tupuca versorgt Kunden sogar mit lebendigen Ziegen.

Afrika steht dabei für das sogenannte Leapfrogging: Frühere Entwicklungsstufen wie die Festnetzära werden einfach übersprungen, viele Menschen schafften sich gleich ein Handy an. So hilft die smarte Nutzung von Technologie dem Kontinent, international vorne mit dabei zu sein. Das Bezahlsystem M-Pesa gibt es bereits seit 2007 – und damit länger als etwa Apple Pay. Mobiles Bezahlen ist heute in Kenia weiter verbreitet als in Deutschland.

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Groß angelegte Messkampagne für bessere Netzabdeckung auch in ländlichen Gebieten

Doch fernab von Metropolen wie Kapstadt oder Nairobi ist in puncto Netzqualität noch viel Luft nach oben. Deshalb ist das in Südafrika ansässige Mobilfunkunternehmen MTN Group mit einer Präsenz in 21 afrikanischen Ländern und im Nahen Osten 2018 mit Rohde & Schwarz eine Partnerschaft eingegangen. In enger Zusammenarbeit wird ein multinationales Benchmarkingprojekt durchgeführt, um die Netzqualität in Afrika weiter zu verbessern.

Rohde & Schwarz baut damit seine Rolle als weltweit führender Anbieter von Komplettlösungen für Qualitätsmessungen und die Netzwerkanalyse von Mobilfunknetzen weiter aus. Über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren werden seit dem Frühling 2018 aufwendige Netzwerkmessungen in zahlreichen afrikanischen Ländern vorgenommen. Rohde & Schwarz liefert für diese Drive-Tests alles aus einer Hand: Methode, Prüfkompetenz, Analytikdienstleistungen und Logistik.

Daten, die bei Benchmarking-Tests gesammelt werden, bieten Mobilfunkbetreibern bessere Einblicke in ihre Netzqualität und die des Mitbewerbs. Im Zuge dieser Messfahrten wird in Autos, die mit Messlösungen von Rohde & Schwarz, Smartphones und modernsten Scannern bestückt sind, unterwegs die Netzqualität geprüft. Dank umfassender Einblicke und Empfehlungen der Experten von Rohde & Schwarz, können Betreiber kritische Faktoren identifizieren und ihre Netzqualität sowie Reichweite systematisch verbessern. Die Ergebnisse ermöglichen es den Netzbetreibern außerdem, fundierte Entscheidungen über strategische Investitionen zu treffen.

Verbesserung von Netz- und Lebensqaulität

Shakil Ahmed, Senior Sales Director Middle East & Africa bei Rohde & Schwarz, steht in engem Austausch mit der MTN Group und war nahezu in allen Ländern vor Ort. „Ein wenig Abenteuerlust sollte man bei Testfahrten in Afrika schon mitbringen“, erzählt Ahmed. Er brennt für diesen Auftrag, begreift ihn als Chance für Afrika, seine Netzqualität zu optimieren, aber auch als Chance für Rohde & Schwarz, sich einmal mehr als verlässlicher Partner zu bewähren und Nutzen zu bringen. „Mit der Förderung moderner Technologie ist Afrika weit mehr geholfen als etwa mit ausrangierten Traktoren“, betont er.

„Ein wenig Abenteuerlust sollte man bei Testfahrten in Afrika schon mitbringen.“
„Ein wenig Abenteuerlust sollte man bei Testfahrten in Afrika schon mitbringen.“

Das Projekt ist hochkomplex, zeitweise verwaltete das Managed Services-Team von Rohde & Schwarz mehr als 20 Messsysteme parallel. Das Team hat die Messdaten täglich verarbeitet und regelmäßig die gesammelten Erkenntnisse an die Betreiber weitergegeben. Daran beteiligt waren viele multidisziplinäre Teams aus verschiedenen Bereichen von Rohde & Schwarz, die alle ihr Bestes gegeben haben, um das Projekt zum Erfolg zu führen.

Tatsächlich konnte die MTN Group dank der Daten und Empfehlungen von Rohde & Schwarz die Netzqualität in 14 afrikanischen Ländern bereits um 40 Prozent optimieren. Die ideale Referenzgröße ist hier der QoE-orientierte Network Performance Score (NPS), eine einzelne Kennzahl für die Gesamtleistung des Netzes. Der NPS dient als Vergleichsgröße für die Qualität von Mobilfunknetzen und bildet die wahrgenommene Quality of Experience (QoE) ab. Die Verbesserung kommt den Endnutzern direkt zugute, indem sie ihnen eine bessere Netzabdeckung in Städten und auf dem Land bietet, aber auch eine höhere Sprach- und Videoqualität sowie zuverlässigere und schnellere drahtlose Verbindungen.

Hanspeter Bobst, CEO der Rohde & Schwarz SwissQual AG und treibende Kraft hinter dem Managed-Services-Team, sagt: „Es ist sehr beeindruckend, mit wieviel Leidenschaft und Engagement die Verbesserungen an Netzwerk und Performance umgesetzt wurden. Der Erfolg der zweiten Phase ist eine weitere Bestätigung der Effektivität des NPS. Wir freuen uns sehr, unser Expertenwissen durch diese Partnerschaft zu teilen und zu erweitern, und sind gespannt auf die nächste Phase."

5G für Afrika

Covid-19 hat noch einmal unterstrichen, welche Bedeutung Konnektivität für uns Menschen hat. Coronabedingt konnten viele für 2020 geplante Tests nicht stattfinden, diese wird Rohde & Schwarz 2021 und 2022 weiterführen. Dann stehen voraussichtlich auch 5G-NR-Netzwerkmessungen an. Bei diesen Tests nutzt Rohde & Schwarz neueste 5G-Features wie Beamforming, Massive MIMO (mMIMO, Massive-MIMO-Systeme verwenden eine große Zahl von Sende- und Empfangsantennenelementen mit Amplituden- und Phasensteuerung), höhere Bandbreiten und Datenraten. In vier Ländern wurden bereits Frequenzen zugeteilt und 5G-Netze ausgerollt. Wird Afrika einer der Vorreiter für den neuen Mobilfunkstandard? Es sieht ganz so aus, als wäre der schlafende Riese erwacht.

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