R&S®ESSENTIALS | Grundlagen von digitalen Oszilloskopen und Tastköpfen
Typen von Oszilloskop-Tastköpfen
Autor: Paul Denisowski, Product Management Engineer
Es gibt zwei Grundtypen von Oszilloskop-Tastköpfen: aktive und passive. Welcher Typ der passende für eine bestimmte Anwendung ist, hängt davon ab, ob Einfachheit oder Funktionalität im Vordergrund stehen.
Passive Tastköpfe sind unkomplizierter – sie benötigen keine externe Stromquelle und punkten mit geringeren Kosten. Sie sind außerdem zuverlässig, robust und einfach im Gebrauch: Oszilloskop anschließen, Massekabel einstecken, fertig. Im Lieferumfang von Oszilloskopen ist häufig ein Satz passiver Tastköpfe enthalten, sodass viele grundlegende Messungen ohne weitere Anschaffungen durchgeführt werden können.
Aktive Tastköpfe bieten auf der anderen Seite ein höheres Maß an Genauigkeit und Performance. Wie der Name schon sagt, sind diese Tastköpfe mit aktiven Komponenten ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, Hochfrequenzsignale zu erfassen. Auch wenn die Kosten höher sind: Die größere Flexibilität und Empfindlichkeit machen diesen Tastkopftyp unverzichtbar für Anwendungen, die besondere Genauigkeit erfordern.
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht – ob passive oder aktive Tastköpfe besser geeignet sind, hängt letztlich immer von den Erfordernissen der konkreten Aufgabe ab. Die Anforderungen der Messung sind gegen den Preis und das benötigte Leistungsniveau abzuwägen.