R&S®VCS-4G für die Verbindung von VoIP-Funkgeräten mit klassischen Sprachvermittlungssystemen für den schrittweisen Übergang zu VoIP

Voice over IP für die Flugsicherung

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Ihre Anforderung

Funkgeräte und Sprachvermittlungssysteme (VCS) können das Ende ihrer Lebensdauer zu unterschiedlichen Zeitpunkten erreichen. Manchmal trifft es die Funkgeräte eher als die klassischen Sprachvermittlungssysteme.

Werden veraltete Funkgeräte ersetzt, wollen die Flugsicherungsbetreiber (ANSP) von den Vorteilen von VoIP profitieren und migrieren ihre Infrastruktur auf die neueste Technologie, um eine langlebige Investition sicherzustellen. Die Zusammenarbeit von neuen VoIP-Funkgeräten mit klassischen Sprachvermittlungssystemen ist daher für die Flugsicherungsbetreiber von größtem Interesse.

Es sind Lösungen gefordert, bei denen moderne, VoIP-basierte Funkgeräte mit klassischen Sprachvermittlungssystemen verbunden werden und so eine sanfte, stufenweise Migration ermöglichen.

Lösung von Rohde & Schwarz

Die Herausforderungen, die Szenarien bei solch einer stufenweisen Migration mit sich bringen, können gut bewältigt werden, indem man Systemübergänge wie den R&S®GW5450 VCS Gateway einsetzt, die über eine Vielzahl von verschiedenen Schnittstellentypen verfügen.

Sanfte Migration

Die modernsten VCS-Gateways machen es möglich, Funkgeräte mit VoIP-Schnittstelle gemäß EUROCAE ED-137 in die Flugsicherungsinfrastruktur einzubinden und gleichzeitig das klassische Sprachvermittlungssystem unverändert zu lassen. Es sind sogar gemischte Installationen von Funkgeräten mit einer analogen Audio-Schnittstelle und Funkgeräten, die bereits eine VoIP-Schnittstelle besitzen, möglich. Flugsicherungsbetreiber können daher entscheiden, welche Funkgeräte an welchem Standort und zu welchem Zeitpunkt mit neuen VoIP-Funkgeräten ersetzt werden sollen.

Zukunftssicher

Mit diesem Ansatz können die Flugsicherungsbetreiber ihre Netze allmählich auf die IP-Technologie migrieren und stufenweise eine zukunftssichere Infrastruktur schaffen. Dies gilt auch für die eigentliche Transportinfrastruktur. Da die EUROCAE ED-137-konformen VCS-Gateways entweder in der Nähe der Funkgeräte in der Funkstelle oder am zentralen Bürostandort platziert werden können, unterstützen sie ebenfalls den Übergang von TDM zu IP innerhalb der Transportinfrastruktur.

Platz sparen

Das Konzept der stufenweisen Migration erlaubt nicht nur einen sanften Übergang von TDM auf die IP-Technologie. Es schützt auch die Investition in neue Funkgeräte. Die kürzlich eingeführten VoIP-Funkgeräte müssen während ihrer Lebensdauer nicht gewechselt werden. Und wenn schließlich das klassische Sprachvermittlungssystem durch ein komplett IP-basiertes Sprachvermittlungssystem gemäß EUROCAE ED-137 ersetzt wird, können die installierten VCS-Gateways entfernt und nach Bedarf wiederverwendet werden. Die bestehenden VoIP-Funkgeräte werden dann direkt mit dem neuen, komplett IP-basierten Sprachvermittlungssystem gemäß dem Standard EUROCAE ED-137 kommunizieren.

Das R&S®VCS-4G bietet mit seinem VCS-Gateway all diese Vorteile zum vollen Nutzen des Flugsicherungsbetreibers.

Einsatz

Ein Flugsicherungsbetreiber will veraltete Funkgeräte mit analoger Audioschnittstelle durch neue Funkgeräte ersetzen, die eine VoIP-Schnittstelle gemäß EUROCAE ED-137 besitzen. VCS-Gateways kommen für die Integration in die bestehende, klassische VCS-Infrastruktur zum Einsatz. Aufgrund von Budgeteinschränkungen erfolgt der Austausch stufenweise, Funkstelle für Funkstelle. Da das klassische Sprachvermittlungssystem noch nicht das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, wird es einige Jahre dauern, bis es durch ein komplett IP-basiertes Sprachvermittlungssystem ersetzt wird.

VCS-Gateways wandeln analoge und digitale Audiosignale eines klassischen Sprachvermittlungssystems in Audiosignale für moderne, VoIP-basierte Funkgeräte und umgekehrt. Die Gateways stellen dazu Schnittstellen vom Typ E & M und E1 für klassische Sprachvermittlungssysteme und vom Typ EUROCAE ED-137 für die VoIP-basierten Funkgeräte zur Verfügung.

Die VCS-Gateways ermöglichen am Anfang des Migrationsprozesses den Einsatz einer zukunftssicheren, ED‑137-konformen VoIP-Funkgeräteinfrastruktur. Zugleich profitieren die Flugsicherungsbetreiber immer noch von einer größtmöglichen Wiederverwendung der installierten, klassischen Sprachvermittlungssysteme.

Folgt man dieser Umsetzungsstrategie, werden zuerst die Funkempfänger und Funksender an den verschiedenen Funkstellen ersetzt. Während die Infrastruktur zwischen Funkstellen und Kontrollzentrale auf VoIP (basierend auf einem organisierten IP-Netz) migriert werden soll, werden die VCS-Gateways im zentralen Bürostandort in der Nähe des bestehenden, klassischen Sprachvermittlungssystems installiert. Das bestehende Sprachvermittlungssystem benötigt nur minimale Konfigurationsänderungen, in Abhängigkeit von der tatsächlichen Konfiguration. Die neuen Funkgeräte sind für das bestehende System komplett transparent. Es sind keine Änderungen bei Hardware oder Software nötig.

Für die Lotsen, die Luft-Boden-Kommunikation betreiben, bleibt das Betriebsverhalten des klassischen Sprachvermittlungssystems unverändert. Die Lotsen benötigen keine zusätzliche Schulung. Einzig die Techniker und das Servicepersonal müssen für die neue Infrastruktur und die eingesetzten Geräte geschult werden.

GW5450 VCS-Gateway in gemischten Funknetz-Installationen
R&S®GW5450 VCS-Gateway in gemischten Funknetz-Installationen

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