Manuelles Testen von typischen Sender- und Empfängerparametern

Manuelles Testen von typischen Sender- und Empfängerparametern

Es müssen eine Reihe von typischen Sender- und Empfängerparametern getestet werden, um die Konformität mit grundlegenden Anforderungen gemäß Artikel 3.2 der Funkanlagen-Richtlinie zu gewährleisten. Während schlüsselfertige Testsysteme sämtliche Testanforderungen automatisch umsetzen, lässt sich jeder Sender- und Empfängerparameter auch manuell testen.

Rohde & Schwarz bietet eine breite Palette an geeigneten Signalgeneratoren an, um beispielsweise die Nutz- und Störsignale zu erzeugen, sowie Signalanalysatoren, die Echtzeit-Funktionalität aufweisen. Einige Tests benötigen zusätzliche Messinstrumente und Zubehör wie Filter, Weichen und Dämpfungsglieder.

In der ETSI-Empfehlung EG 201 399 sind die typischen Parameter für Funksender und Funkempfänger aufgeführt, die für Funkanlagen erforderlich sind. Im Allgemeinen behandelt die Funkanlagen-Richtlinie die Empfänger- und Senderparameter im Vergleich zur R&TTE-Richtlinie in einer ausgewogeneren Art und Weise.

Beispiele, wie man solche Parametertests mit Rohde & Schwarz-Messgeräten durchführt, sind in Kürze verfügbar. Besuchen Sie diese Website in regelmäßigen Abständen oder kontaktieren Sie Rohde & Schwarz für weitere Details.

Typische Sendertests gemäß der vorherigen (R&TTE) und gemäß der neuen (RED) Richtlinie

Um sicherzustellen, dass Funkanlagen das Funkspektrum effektiv nutzen, fordert die Funkanlagen-Richtlinie, dass der Sender bei ordnungsgemäßer Installation, Wartung und Verwendung zum bestimmungsgemäßen Zweck Funkwellen aussendet, die keine funktechnischen Störungen erzeugen, während unerwünschte Aussendungen von Funkwellen, die durch den Sender (beispielsweise in Nachbarkanälen) mit einem möglicherweise negativen Einfluss auf die Ziele der Funkspektrumsstrategie erzeugt werden, auf einen Pegel begrenzt werden sollen, der, nach Stand der Technik, funktechnische Störungen vermeidet. Um einen korrekten Senderbetrieb zu gewährleisten, empfiehlt die Funkanlagen-Richtlinie folgende Testverfahren:

  • Frequenzgenauigkeit und -stabilität
  • Sendeleistung
  • Nachbarkanalleistung
  • Störemissionen
  • Intermodulationsunterdrückung
  • Einschwingverhalten
  • Modulationsgenauigkeit
  • Tastverhältnis

Typische Empfängertests gemäß der neuen Richtlinie (RED)

Obgleich Empfänger nicht generell funktechnische Störungen verursachen, spielen die Empfangsmöglichkeiten eine immer größere Rolle bei der Gewährleistung des effizienten Gebrauchs des Funkspektrums aufgrund einer erhöhten Widerstandsfähigkeit von Empfängern gegen funktechnische Störungen und Störsignale auf Basis der relevanten, grundlegenden Anforderungen der Gesetzgebung der Union zur Harmonisierung. Um einen korrekten Empfängerbetrieb zu gewährleisten, empfiehlt die Funkanlagen-Richtlinie folgende Testverfahren:

  • Dynamikbereich und Empfindlichkeit
  • Gleichkanalstörunterdrückung
  • Nachbarkanalstörunterdrückung
  • Nebenempfangsdämpfung
  • Intermodulationsunterdrückung
  • Blocking/Desensibilisierung
  • Störemissionen
  • Mehrwegeempfindlichkeit

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